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Auf dieser Seite gibt's die Erklärung über eine Sat-Anlage.


Eine Sat-Anlage besteht mindestens aus den folgenden Teilen:
- Antenne (Schüssel) inkl. nötigem Halter

Monoblock für Astra und Hotbird
- LNB (Empfangskopf am Ende des Arms)
- Verbindungskabel
- Receiver

Es gibt folgende Erweiterungsmöglichkeiten:
- Monoblock-LNB
--> Ein Teil, was 2 Satelitten emfangen kann wie hier im Bild gezeigt. Welche das sind ist durch den Hersteller vorgegeben. Hat den Vorteil, dass nur ein Satelitt ausgerichtet werden muss; der andere ist automatisch richtig, da beide Köpfe fest eingestellt sind. Die Anzahl der Ausgänge kann unterschiedlich sein. Hier sind 2 Receiver direkt angeschlossen.

- LNB mit mehreren Ausgängen
--> Erhältlich mit 1 ; 2 ; 4 ; 8 Ausgängen. So können bis zu acht Receiver direkt verbunden werden. Es gibt auch Mono-Block LNBs, die ein, zwei oder 4 Ausgänge haben. So können bis zu 4 Receiver zwei Satelitten empfangen.

- Multiswitche
--> Wer mehr Receiver oder Satelitten empfangen möchte, benötigt einen Multiswitch. (So ne Art Verteilergerät.) Hier kann man je nach Ausführung einen oder mehrere Satelitten an den Eingängen anschließen und mehrere Receiver als Ausgängen. Gängigerweise bis zu 24 Receiver. Mehr Receiver lassen sich durch nebeneinanderschalten der Multiswitche anschließen.

In einem Mehrfamilienhaus sollten bei einer Neuverlegung von Antennenkabeln pro Wohnung immer zwei Kabel verlegt werden, da sich diese Erweitern lassen. Bei einem Kabel ist dies nur mit einem Trick möglich. Hierzu gibt es "Stapelungsgeräte". Das Grundproblem beim Satempfang für mehrere Teilnehmer ist, dass einige Programme auf Horizontal, andere auf Vertikal senden. Ein Kabel kann jedoch nur eine Polarisationsebene gleichzeitig übertragen. Abhängig davon, ob der Receiver 13 Volt für Vertikal oder 18 Volt für Horizontal zum LNB schickt. Eine Polarisationsebene ist wie ein Frequenzbereich beim Radio UKW oder Mittelwelle, nur dass die Qualität bei beiden gleich gut ist. Eine Stapelanlage legt die Sender einer Polarisationsebene über die bereits vorhandenen in der anderen. Somit liegen alle Sender auf einer Ebene. Für diese Anlage gibt es einen Stapler, der die zusammenlegt. Dieser befindet sich z. B. am Speicher des Hauses bei der Antenne. Der Entstapler in der Wohnung, wo dann aus dem gemischten Kabel wieder 2 Ebenen werden, so wie es der Receiver von einer normalen Antenne erwartet. Diese Methode sollte aber nur verwendet werden, wenn sich kein zweites Kabel nachinstallieren lässt.

Welchen Satelitten sollte man nehmen?
Wer nur deutsche Sender gucken bzw. hören möchte, ist mit Astra gut bedient.
Wer auch ein paar ausländische Sender gucken bzw. hören möchte, kann Eutelsat alias Hotbird anpeilen. Hier gibt es auch die deutschen, öffentlich-rechtlichen Sender und ein paar Privatsender. (Ich vermute, die ARD & Co haben sich dort einen Platz gesichert, damit Leute die kein Astra haben nicht sagen können, wir sind aber nicht in der Lage euch zu empfangen und müssen daher keine GEZ zahlen.)
Da Astra und Hotbird knapp nebeneinander liegen, bietet sich hier der oben beschriebene Monoblock LNB an sofern nicht mehr als 4 Receiver angeschlossen werden. Ansonsten ist die Version mit 2 LNBs und einem Multiswitch nötig.  Trotzdem genügt hier die Installation einer einzigen Antenne, die per "Multifeed-Halter" 2 LNBs nebeneinander halten kann. Die Schüssel sollte einen Durchmesser von mindestens 80cm haben, um bei schlechtem Wetter keine Störungen zu bekommen. Außerdem sollte eine Schüssel aus Aluminium gewählt werden da diese rostfrei ist. Stahl ist zwar ca. 10 Euro günstiger allerdings macht die nach ca. 5 Jahren vom Aussehen her einen austauschbedürftigen Eindruck.
Zusätzlich zu den o.g. Satelitten gibt es noch diverse andere, die sich auf spezielle ausländische Regionen beziehen wie Arabsat, Türksat oder Sirius.

Was ist bei der Montage / Ausrichtung zu beachten?
Bei der Montage muss ein Standort mit freiem Blick nach Süden gewählt werden. Hierbei dürfen auch keine höhen Bäume oder sonstige Pflanzen im Weg stehen. Die Antenne ist von der Höhe her so auszurichten, dass der Arm mit dem LNB ungefähr waagerecht steht. Der "Empfangsstrahl" kommt ungefähr 45 Grad von weiter oben. Steht also 5 Meter vor der Antenne ein Gegenstand, der nicht mehr wächst (wie ein Baum, sondern z.B. das Dach eines Gartenhäuschens) auf gleicher Höhe mit der Antenne, ist dies in Ordnung. Nur darf das Objekt eben nicht größer werden. Die Höhe der Antenne, ob nun auf dem Rasen oder dem Dach des Hauses ist vollkommen egal, solange die freie Sicht gewährleistet ist. Da oben am Dach aber meist weniger Hindernisse vorhanden sind, bietet sich das Dach eher an. Zum Wind- und aber auch Blitzschutz sollte die Antenne nicht den höchsten Punkt des Hauses darstellen sondern weiter unten. Sodass man vom Speicher noch dran kommt, der Wind aber kaum eine Angriffsfläche hat.

Diese Antenne wurde von
einem Dachdecker befestigt,

da hier keine Trittfläche für
ungeübte Personen vorhanden
ist.
Fertige Satelittenantenne

Wenn die Antenne an einer geeigneten Stelle befestigt und von der Arm ungefähr horizental steht, sollte mit einem Receiver, wo die Sender vorprogrammiert sind nun die seitliche Position überprüft werden. Falls möglich hilft zur Orientierung die Antenne des Nachbarn. Bewegen Sie die Antenne sehr langsam, da eine punktgenaue Ausrichtung nötig ist. Falls vorhanden, sollte bei Digitalreceivern die Empfangsstärkeanzeige aufgerufen werden. Entweder über die allgemeine Info-Taste oder im Menü im Bereich System zu finden. Achten Sie auf eine korrekte Einstellung ob DiseqC nötig ist, und wenn ja welches. Dies ist bei Mono-Block LNBs oder motorisierten Antennen nötig. Welche DiseqC-Version nötig ist, entnehmen Sie der Bedienungsanleitung des LNBs. Haben Sie nur einen einzelnen LNB für einen Satelitten angeschlossen (egal wie viel Ausgänge vorhanden sind) deaktivieren Sie DiseqC im Menü des Receivers. Haben Sie den Statusbalken des Receivers vor sich, bewegen Sie nun langsam die Antenne hin und her, bis dieser Balken stärker wird und bald auch ein Bild zu sehen ist. Nun oder falls Sie keinen Erfolg haben, können Sie auch die Höhe der Antenne verstellen aber auch in kleinen Schritten. Der Empfangsbalken sollte eine Stärke von 90 % oder mehr anzeigen. Auch wenn das Bild beim Digitalempfang auch bei 70% "super" ist, erhalten Sie bei genauerer Ausrichtung und dadurch Erhöhung der Empfangsleistung eine Reserve für schlechtes Wetter oder Sender die mit niedrigerer Leistung senden.
Haben Sie keine Möglichkeit in der Nähe der Antenne einen tragbaren Fernseher mit Receiver vorübergehend zu betreiben, können Sie sich entweder z. B. per Handy mit anderen Leuten im Wohnzimmer über die Empfangsstärke austauschen oder einen Pegelmessgerät für ca. 20 Euro kaufen. Dieses Gerät schließen Sie vorübergehend zwischen Receiver und LNB an und bekommen hier die Empfangsstärke entweder per Zeiger oder digital angezeigt.

Nach einer abgeschlossenen Ausrichtung sollten Sie am Receiver einen Sendersuchlauf durchführen, um neue Sender zu finden, die es bei der Vorprogrammierung beim Hersteller noch nicht gab. Außerdem können Sie unerwünschte Sender löschen. Dies verschafft mehr Übersicht.

Wer "alles rausholen" möchte, kann sich auch eine motorgesteuerte Antenne zulegen und somit per Steuerung durch den Receiver von einem Satelitten zu nächsten springen. Das Problem ist jedoch, dass dies nur für einen Teilnehmer möglich ist, da der Satelitt sonst auch für die anderen Teilnehmer umgestellt würde.
Um mit mehreren Leuten mehr als 2 Satelitten mit trotzdem nur einer Antenne zu empfangen, gibt es inzwischen langgezogene Schüsseln die auch mehr als die bisher möglichen 4 LNBs tragen können. Hier kommt es ganz auf den Bedarf der Zuschauer und Zuhörer an.

Eine Senderübersicht finden Sie bei den Satelittenbetreibern oder Übersichtsseiten:
Astra: http://www.astra.de/sender/index.php
Hotbird: http://www.eutelsat.com/deploy_tvLineUp/struts/chooseLanguage.do?Langue=DE
Arabsat: http://www.arabsat.com/Pages/Channels.aspx
Türksat: http://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%BCrksat_1C
Sirius: http://de.kingofsat.net/lists.php



Anmerkung: Die hier verwendete Bezeichnung "LNB" für den Empfangskopf der Antenne
entspricht der ebenfalls gebräuchlichen Bezeichnung "LNC". Der Unterschied liegt in der deutschen,
bzw. englischen Herkunft. Wie DNA und DNS im Medizinbereich.

Kommentare jeglicher Art können Sie mir gerne über die Kontakt-Seite zuschicken.


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