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Tipps gegen Betrüger im Netz


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Bestellt, bezahlt
aber nie geliefert


Früher waren bei Betrügern im Internet die 0190-Dialer sehr beliebt. Diese kleinen Programme installieren sich meist Viren-ähnlich auf den Computer und wählten sich über extra-teure Nummern ins Internet ein. Dies merkte der Nutzer meist erst am Monatsende auf seiner Telefonrechnung.
Heutzutage haben die meisten Internetnutzer aber einen DSL-Anschluss wodurch solche Dialer technisch nutzlos geworden sind, zumindest wenn der Nutzer die alte Verbindungshardware (Analog-Modem oder ISDN-Karte) nicht mehr angeschlossen hat. Daher gibt es neue Betrugsmethoden über die ich Sie hier informieren möchte, damit Sie nicht in solch eine Falle tappen:


Kostenlos - oder doch nicht?

Eine Methode ist, den Benutzern unbewusst kostenpflichtige Verträge unterzujubeln, obwohl die Webseite offensichtlich den Eindruck macht, die hier angebotenen Dienste seien kostenlos. Hier kommt die Überraschung dann ein paar Tage später mit der Rechnung der ominösen Firma.

Zuerst als Erklärung die Vorgehensweise der Gauner:
Scheinbar kostenlose Produkte oder Dienstleistungen werden auf der Seite angepriesen. Die Dienstleitungen können z. B. die Bestimmung des Alters sein mit dem man stirbt, Routenplanung oder Horoskope.
Bei den Produkten sind Kochrezepte, Gedichte, Hausaufgabenhilfen oder auch allgemein als kostenlos bekannte Programme sehr beliebt. Wer diese runterladen möchte, wird aufgefordert, seine persönlichen Daten inkl. Postanschrift, häufig noch mehr anzugeben um sich die Inhalte runterladen zu können. An dieser Stelle sollten aber bei Ihnen die Alarmglocken schrillen.

Wer Ihnen etwas kostenlos anbietet, was Sie online bekommen, braucht keine Postadresse und auch keine Telefonnummer! Wenn Sie hierauf hereinfallen, haben Sie im Kleingedruckten überlesen, dass Sie ein Abo über 2 Jahre bei dem Webseitenbetreiber abschließen und meist die Gebühr für die ersten 12 Monate sofort fällig sind. Dies finden Sie in der Rechnung, die Sie in ein paar Tagen erhalten. Das Kleingedruckte erkennen Sie meist an, wenn Sie zum Download auf den entsprechenden Button klicken. Häufig müssen Sie vorher noch ein Häkchen setzen um dies ausdrücklich zu bestätigen. Setzen Sie das Häkchen nicht, ist der Download nicht möglich.

Von daher: Geben Sie auf einer Seite, wo es um scheinbar kostenlose Produkte oder Dienstleistungen geht, NIEMALS Ihre Postadresse oder Telefonnummer an. Nach Möglichkeit auch keinen Namen oder Mailsdresse. Haben Sie Zweifel, schauen Sie im Impressum der Firma nach. Sitzt die Firma außerhalb der EU und hat zudem noch eine teure Service-Telefonnummer sollten Sie die gewünschten Inhalte auf anderen Seiten suchen, selbst wenn ein bekanntes Programmsymbol oder eine angebliche TÜV-Auszeichnung auf der Seite vorhanden sind. Das Einfügen von solchen Programmsymbolen und Auszeichnungen ist mit Kopieren und Einfügen eine Sache von ein paar Minuten auch ohne, dass die Seite jemals geprüft wurde oder mit dem Urheber der gesuchten Software etwas zu tun hat.




Bestellt, bezahlt - aber nie geliefert

Eine andere Art, im Internet Leute zu betrügen ist, kostenpflichtige Waren, z. B. Legosteine zu extra günstigen Preisen anzubieten. Hierbei ist Ihnen zwar klar, dass dies etwas kostet und Sie würden lieber auf Rechnung oder per Bankeinzug zahlen, aber der Preis ist doch so verführerisch. Außerdem sind auch hier alle Bilder und Auszeichnungen so ordentlich. -

Lassen Sie sich nicht täuschen. Schauen Sie ins Impressum der Firma. Auch hier gilt: Sitz außerhalb der EU und Telefonnummer KEINE gewöhnliche deutsche Festnetznummer - Hände weg. Auch wenn die Seite noch so seriös aussieht. Wenn Sie unsicher sind, suchen Sie in Suchmaschinen nach dem Namen der Seite in Verbindung mit Wörtern wie "Beschwerde". Finden Sie viele Beschwerden über die Seite, haben Sie die Bestätigung, das Sie hier zwar bestellen und per Vorkasse bezahlen können. Die Waren werden Sie aber wahrscheinlich nie erhalten.

Die Tatsache, dass solche Seiten selbst in Suchmaschinen auftauchen heißt nicht, dass sie seriös sind. Die Suchmaschinen suchen nach allem und können meist nicht zwischen seriös und unseriös unterscheiden!

Und bei Seiten, die zwar liefern aber beim genaueren Hinschauen doch nicht so ganz sauber sind, können Sie unter Umständen auch Hehlerware bekommen. Wenn Sie Waren weit unterm üblichen Preis, gebraucht oder neu, angeboten bekommen, kann diese Ware gestohlen sein. Wenn der Fall aufgedeckt wird, sind Sie das Geld UND die Ware los und haben keinerlei Ansprüche!



Grundsätzliches:

Eines der ersten Anzeichen für krumme Seiten ist, wenn der angeblich deutsche Betreiber eine Adresse hat, die nicht mit ".de" aufhört. Endet die mit ".eu", ".com" oder ".net", kann dies noch in Ordnung sein. Steht hier aber sowas wie ".ws", ".am", ".vu" oder sonst weiter weg gelegene Länder erst recht in denen kein EU-Recht gilt, sollten Sie woanders nach den gesuchten Sachen suchen.

Auch wenn es solche Betrügereien nicht erst seit gestern gibt: Die wiederholte Berichterstattung im Fernsehen zeigt, dass auch heutzutage noch genug ahnungslose Leute darauf hereinfallen. Auch wenn Sie meinen mit Ihrem starken Anwalt kann Ihnen nichts passieren; bewusst heraufbeschwören muss man die Probleme doch auch nicht, oder? Erst recht wenn der Anwalt Ihnen hinterher erzählt: "Die Firma sitzt auf irgend einer karibischen Insel und wir haben hier nur die Strohmänner. Auf der Insel gelten andere Rechte als in Deutschland."
Bei der ersten Betrugsversion kommen Sie noch (kostenlos) davon, bei der zweiten kann auch der Anwalt nur selten das bereits verschickte Geld wieder zurückholen.






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